Worin besteht das Problem mit einer Zahnfüllung aus Amalgam?

-die Wahrheit über die schwarze Zahnfüllung-

Letzte Woche kam Maria (Name aufgrund von Datenschutz und Co abgeändert) in meine Ordination.

Die Untersuchung verlief ungewöhnlich und ich konnte somit meiner Patientin bestätigen, dass ihre Zähne vollkommen gesund sind und der nächste Kontrolltermin in einem Jahr stattfinden kann. Zum Abschluss gab es noch ein Lob meinerseits für die Mundhygiene, denn ich weiß die Zahnseide ist nicht bei allen Menschen beliebt.

Normalerweise sind alle meine Patienten mit diesem Satz glücklich und erleichtert, denn dies bedeutet, dass alles in bester Ordnung ist. Es bedeutet auch, dass keine zusätzlichen Termine vereinbart, sowie kein weiteres Geld ausgegeben werden muss….Aber Maria runzelte die Stirn…

„Was ist mit den schwarzen Zahnfüllungen? Ich beabsichtige in nächster Zeit schwanger zu werden und befürchte, dass mein Baby deswegen gesundheitliche Probleme haben könnte. Sollten wir sie nicht ersetzten?“

Maria ist kein Einzelfall – sie war weder die erste noch die letzte, die mich diesen Satz fragt bzw. fragen wird. Ich möchte Sie in diesem Blogbeitrag deshalb genauer aufklären und über folgendes informieren:

  • Was ist Amalgam? Was ist eine Metallfüllung?
  • Warum hat sie solch einen schlechten Ruf?
  • Wann sollten wir sie entfernen und wann sollten wir sie nicht entfernen?
  • Welches Material ist der beste Ersatz für Amalgam?

Was ist Amalgam?

Amalgam ist ein metallisch-graues Material für Zahnfüllungen. Diese typische Farbe kommt von verschiedenen Metallen, die in diesem Material vorhanden sind. Es gibt verschiedene Arten von Amalgam, aber im Grunde wird Amalgam zusammengesetzt aus: Silber, Zinn und Kupfer in Verbindung mit Quecksilber. Wobei anzumerken ist, dass Quecksilber etwa 50% des Gewichts ausmacht.

Zusammensetzung der Amalgamfüllung

Zusammensetzung der Amalgamfüllung: Silber, Zinn und Kupfer kombiniert mit Quecksilber, wobei Quecksilber ungefähr 50% des Gewichts ausmacht. Verbinden Sie den Terminator auch mit flüssigem Metall und Kupfer mit oxidiertem Kirchendach?

Amalgam wird seit mehr als 150 Jahren für Füllungen verwendet. Nach Angaben der amerikanischen Food & Drug Administration, kurz FDA, haben bisher weltweit Hunderte von Millionen Patienten Amalgamfüllungen erhalten..

Amalgam has been used as a material for filling carious defects for more than 150 years and, according to the American Food & Drug Administration (FDA) hundreds of millions of patients worldwide received amalgam fillings so far

Amalgam has been used as a material for filling carious defects for more than 150 years and, according to the American Food & Drug Administration (FDA) hundreds of millions of patients worldwide received amalgam fillings so far.

Bei richtiger Anwendung sind Amalgamfüllungen stabil und langlebig. Amalgam Zahnfüllungen brechen selten und bleiben in der Regel 10 oder mehrere Jahre im Mund. Das ist aus der jahrelangen Forschung und den klinischen Erfahrungen bekannt. Während meiner Arbeit als Zahnärztin in Österreich, Deutschland und Serbien habe ich bereits viele Menschen mit alten aber gesunden Amalgamfüllungen im Mund untersucht.

Die erste Auffälligkeit an einer Amalgamfüllung ist die offensichtliche schwarze Farbe.Dies kann sehr auffällig sein, wenn wir lachen, besonders wenn jemand ein breites Lächeln hat.

Somit ist es verständlich, dass dieses unschöne Material im 21. Jahrhundert sowie in Zeiten der Filter-Ästhetik nicht sehr an Beliebtheit gewinnt.

Amalgam wird außerdem nicht mit dem Zahn verklebt.

Eine Amalgamfüllung muss mechanisch angepasst werden, wie ein Puzzle-Stück. Um Amalgam passgenau einsetzen zu können, muss der Zahnarzt nicht nur Karies sondern auch viel von der gesunden Zahnsubstanz entfernen.

In der heutigen Zahnmedizin steht der Erhalt von der natürlichen Zahnsubstanz an erster Stelle. Dies gelingt mit neuen Füllungsmaterialen anstelle von Amalgam.

Amalgam: ein Gift in aller Munde?

Bereits von Beginn der Verwendung von Amalgamfüllungen gab es Vorwürfe, dass es die PatientInnen vergiftet, Autismus oder diverse neurologische Störungen hervorrufe und vieles mehr.

Diese Behauptungen stammen meist aus nicht-wissenschaftlichen Zeitschriften, gelegentlich sind solche Informationen aber auch in wissenschaftlichen Quellen zu lesen.

Nichtsdestotrotz zeigen umfangreiche Studien über verfügbare Forschungsergebnisse zu Amalgam, dass es keine gesundheitsschädigenden Beweise bei Erwachsenen gibt.

Die offiziellen Stellungsnahmen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der US Food & Drug Administration (FDA) und vieler andere namhafter Stellen bestätigen dies.

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) sagt, dass jedes Füllungsmaterial seine Vor- und Nachteile mit sich bringt, dass aber keines der derzeit verwendeten (einschließlich Amalgam) „unvertretbares Risiko darstellt“.

Und doch: am 14. März 2017 veröffentlichte das Europäische Parlament ein Dokument, das die Verwendung von Amalgam zur Behandlung von Milchzähnen, im Mund von Kindern unter 15 Jahren sowie bei schwangeren und stillenden Frauen verbietet (eine Ausnahme ist erlaubt, wenn der/die Arzt/Ärztin dies aufgrund besonderer medizinischer Bedürfnisse für notwendig erklärt).

Warum diese Regelung, wenn Amalgam im Mund nicht schädlich ist?

Warum verbietet das EU-Parlament die Verwendung von Amalgamfüllungen für Kinder und schwangere Frauen, wenn Amalgam nicht gefährlich ist?

Die Geschichte geht weit zurück ins Jahr 1956. In einer japanischen Stadt namens Minamata am Xatsushiro-Meer wurde ein Patient mit einer unbekannten Reihe neurologischer Symptome ins Krankenhaus gebraucht.

Er war allerdings nicht der einzige Patient, es folgten weitere Patienten mit ähnlichen Symptomen. Schlussendlich erkannten die Ärzte, dass die Menschen an einer Vergiftung durch Hartmetall, insbesondere Methylquecksilber leiden.

Diese Krankheit wurde also Minamata- Krankheit bekannt, jedoch woher die Vergiftung kommt wusste man noch nicht.

Erst 10 Jahre später konnte man die Ursache klären.

The region of the first outbreak of Minamata disease. Image source: https://geohack

The region of the first outbreak of Minamata disease. Image source: https://geohack

Es stellte sich heraus, dass eine ortsansässige Fabrik den hartmetallhaltigen Abfall im Meer entsorgte.

Fische und Schalentiere waren direkt betroffen und durch die Nahrungskette wurde das Methylquecksilber letztendlich auch an die Bewohner der umliegenden Küste weitergeben.

Bis 2001 wurden insgesamt 3.000 Patienten mit der Minamata- Krankheit erfasst.

Unterschiedlichsten Aufzeichnungen zu folge, verstarben mehr als 1.400 Menschen an den Folgen.

Diese sowie viele andere weltweit gefährlichen Ereignisse haben das Bewusstsein für Umweltprobleme im Zusammenhang mit Hartmetallen geschärft.

Dies führte zu einer weltweiten Bewegung zum Schutz der menschlichen Gesundheit sowie der Umwelt vor den schädlichen Auswirkungen von Quecksilber.

Erst 50 Jahre (!) später veröffentlichte das Europäische Parlament die Vorschrift zur Kontrolle des Abbaus, der Produktion und der Entsorgung von Hartmetallen. Kurz gesagt, eine Reihe von Leitlinien zur Kontrolle der Verwendung von Hartmetallen und ihrer Freisetzung in die Umwelt.

Natürlich ist die vollständige Beseitigung der Verschmutzung ein langwieriger Prozess der über Jahrzehnte andauern wird. Aber auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

Was hat nun Amalgam damit zu tun?

Amalgam enthält ein Hartmetall – Quecksilber.

Sobald eine Amalgamfüllung im Mund platziert ist, ist das Quecksilber inaktiv und wird auch nicht geschluckt.

Sobald die Amalgamfüllung jedoch ersetzt werden muss (weil sie gebrochen ist, weil die Ränder nicht mehr dich sind oder weil sich ein neuer Karies entwickelt hat), muss das komplette Amalgam entfernt werden.

Bei der Entfernung der Amalgamfüllung in einer Zahnarztpraxis wird in der Regel eine Absauganlage direkt an den Zahn angebracht, damit keine Metallteile verschluckt oder eingeatmet werden.

Über viele Jahrzehnte brachte diese Absauganlage am Zahnarztstuhl die Amalgamabfälle direkt ins Wasser, wo sie in geringen Mengen unsere Umwelt kontinuierlich vergifteten.

Heutzutage haben einige ZahnärztInnen, aber sicherlich nicht alle, eine eigene Amalgam Vorrichtung bei der Absauganlage, bei denen Amalgampartikel abgesondert werden und diese schlussendlich speziell entsorgt werden können. Solche ein Geräte hat allerdings nicht jede Praxis und das bedeutet, solange Amalgame ersetzt werden müssen ist die Umwelt gefährdet.

Außerdem: um Amalgamfüllungen herzustellen bedarf es Quecksilber, welches zunächst abgebaut und dann zu einem nützlichen Material verarbeitet werden muss. All diese Schritte verursachen unweigerlich Abfall und tragen zur Umweltverschmutzung bei..

Nun ist es ganz klar, bei diesen Anti-Amalgam-Maßnahmen geht es nicht um die Gesundheit eines einzelnen. Es geht hier um die Gesundheit unseres Planenten: von Menschen, Tieren und Pflanzen.

Nichtsdestotrotz ist Amalgam eine kostengünstige Zahnfüllung. Das österreichische Sozialversicherungssystem berücksichtigt leider weder die zahnmedizinischen Entwicklungen der letzten 60 Jahre noch die Umwelt. Zum Gluck ist die EU-Vorschrift, Amalgam nicht mehr bei Schwangeren und Kindern anzuwenden, war noch nicht alles. Die Elimination vom Metylmerkül (und Amalgam) wird in der 2 Phasen erfolgen.

  • 1. In der ersten Phase wird versucht, die Herstellung und den Abfall von Hartmetallen (einschließlich Amalgam) zu reduzieren.Deshalb Amalgamfüllungen für Schwangere und Kinder verboten sind.
  • 2. In der zweiten Phase, dem so genannten Ausstieg, werden alle EU-Länder gezwungen sein Amalgam vollständig abzuschaffen.Dies soll mit der nächsten Veröffentlichung des Dokuments 2022 geschehen. Dennoch kann die Kommission eine Verlängerung der Eliminierung beschließen.

Österreich wird sich dem Gesetz des Europäischen Parlaments anschließen müssen und folgen den Vorgehensweisen von Norwegen, Dänemark, Schweden, Island und Finnland, die bereits ohne Amalgamfüllungen behandeln und somit die Umwelt schonen.

Bis dahin liegt es in der Verantwortung eines jeden einzelnen, seinen Beitrag zu einer gesünderen Umwelt zu leisten.

Alles klar – die nächste Füllung wird keine Amalgamfüllung. Aber – soll ich bereits vorhandene Amalgam entfernen lassen?

Meine persönliche Faustregel hierzu lautet: Wenn die Füllung gut sitzt, keine Schmerzen verursacht und wir keinen Karies an den Rändern oder darunter erkennen – gibt es keinen Grund diese Füllungen zu ersetzten, weil:

1. Bei jeder neuen Füllung muss ein Teil des heilen Zahnes entfernt werden um die neue Zahnfüllung zu den gesunden Zahnsubstanz kleben zu können.

2. Darüber hinaus kann die Amalgamentfernung den Patienten mit quecksilberhaltigem Dampf aussetzen. Diesen Dampf zu inhalieren (Schlucken ist nicht so problematish) ist gefährlicher als die inaktive Amalgamfüllung im Mund zu haben.

Es gibt aber eine Ausnahme von dieser Regel:

Wenn Sie wissen oder glauben eine allergische Reaktion auf eines der in der Legierung vorhandenen Metalle (Kerber, Silber, Kupfer, Zinn) zu haben, vereinbaren Sie ein ein Zahnarzttermin online
and  um die Therapiemöglichkeiten besprechen zu können.

Welche Amalgamalternative gibt es?

Wenn der Karies klein ist, ist die beste Behandlungsmöglichkeit mit einer Composite Füllung.

Dieses Füllmaterial ist in verschiedensten Zahnfarben erhältlich und ermöglicht die natürliche Zahnsubstanz so weit wie möglich zu erhalten und zu schonen.

Leider muss der Patient die Kosten selber tragen da die österreichische Krankenkasse die Kosten dieses Füllmaterials nicht übernimmt, obwohl diese seit Jahrzenten weltweit Standard ist.

Vor kurzer Zeit kam ein billiges Füllmaterial auf den Markt, welches nicht so ästhetisch wie Komposite ist, aber dennoch eine weiße Farbe aufweist. Außerdem ist es stark genug, um als definitives Füllmaterial verwendet werden zu können. Dieses Material nennt sich Cention und ich persönlich hoffe, dass die Krankenkassen dies anstatt Amalgam berücksichtigen wird.

Im Falle eines größeren Defekts am Zahn, wird die Zahnärztin ein Inlay, Onlay oder eine Krone in Erwägung ziehen. Diese können aus reiner Keramik hergestellt werden, die bekanntermaßen die beste Biokompatibiltät aufweist.

Keramische Restaurationen sehen vollkommen natürlich aus, sind stark und halten somit lange. Traditionell werden keramische Kronen in zwei oder mehreren Praxissitzungen hergestellt, aber heutzutage kann ein Inlay, Onlay oder eine Krone bereits in einer Sitzung hergestellt werden.

Es gibt auch Materialien, die nur als temporäre Zahnfüllung angedacht sind, wie zum Beispiel Glasionomerzemente. In einkommensschwachen Ländern werden diese manchmal als definitive Füllstoffe verwenden. Dies wird jedoch nicht von der Zahnmedizin empfohlen, da diese temporären Füllungen, laut ISO Norm, nicht stark genug sind um den Kaukräften standzuhalten.

Unser Ansatz: mehr für die Umwelt tun, als gesetzlich bereits vorgeschrieben ist!

Ich verwende kein Amalgam.

Stattdessen erhalten meine Patienten eine Komposite-Restauration, die heute der goldene Standard ist

  • Bonus: Für die Komposite-Füllung verwende ich nur lokal produzierte Materialien eines namhaften Dentalherstellers um zusätzlich den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und einen hohen Standard für meine Patienten erhalten zu können.

Bei einer Amalgamentfernung verwenden wir starke Absaugsysteme mit integrierter Filterungsmöglichkeit für Amalgam. Das Absaugsystem wird direkt neben der Füllung angebracht um somit das Einatmen des Dampfes verhindern zu können.

Manchmal kann auch eine zusätzliche Platzierung eines Gummidammers erfolgen.

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Weiße Zähne können sowohl berufliche als auch Chancen für Liebe steigern- so der Wissenschaft. Dabei sind immer noch 80% der Österreicher mit der Zahnfarbe unzufrieden

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